Karl-Heinz Paqué

Professor
Karl-Heinz Paqué

Mein Leben

Beruf

Nach Grundschule, Gymnasium und Abitur 1975 folgte das Studium – an den Universitäten in Saarbrücken und Kiel sowie an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Ich studierte Volkswirtschaftslehre, das Fach hat mich früh fasziniert – auch wegen seiner politischen Bedeutung. Nach dem Diplom folgte ein Forschungsaufenthalt in den USA, anschließend die Promotion und dann später die Habilitation – während der Tätigkeit als Wissenschaftlicher Direktor im Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Seit 1996 bin ich Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, seit 2010 auch Dekan unserer Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Hochschullehrer ist ein schöner Beruf, besonders an einer jungen Fakultät wie die in Magdeburg. Sie wurde 1993 gegründet und hat seither einen steilen Aufstieg genommen – von kleinen Anfängen bis zu einer renommierten Forschungsstätte mit vielen internationalen Studierenden und englischsprachigem Lehrprogramm.

Familie

Wir leben seit rund zwanzig Jahren in Magdeburg, und zwar in der Goethestraße in Stadtfeld. „Wir“ heißt: meine Frau Sabine und ich plus ein schwarzer Labrador – bis 2011 die Hündin Nora und seit 2012 der Rüde Aron. Wir leben gern in dem wunderbar erhaltenen Gründerzeit-Viertel der alten Wilhelmstadt, und ich habe ausgerechnet, dass ich über die Jahre fast 14.000 Spaziergänge mit Hund durch die Parkanlage entlang der Schrote gemacht habe, frühmorgens und spätabends. Für Sabine und mich ist Magdeburg zur Heimat geworden. Immerhin kennen wir beide uns seit 40 Jahren, und mehr als die Hälfte dieser Zeit haben wir nun gemeinsam in Magdeburg verbracht. Sabine kennt die Stadt wohl noch besser als ich. Sie ist viel ehrenamtlich unterwegs; sie hat die Hospizarbeit in Magdeburg mit aufgebaut und ist täglich in der Seniorenbetreuung oder in der Flüchtlingsarbeit unterwegs. Von 2003 bis 2008 war sie für die Freien Demokraten Mitglied im Stadtrat.

Freizeit

Es ist nicht so furchtbar viel, was mir an echter Freizeit zum Faulenzen bleibt. Grund dafür ist – neben dem Beruf – die ehrenamtliche Tätigkeit in ganz unterschiedlichen Bereichen. So bin ich stellv. Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die mich viele Abende und Wochenenden in Anspruch nimmt. Daneben liebe ich das Lesen, vor allem von dicken Büchern zur Geschichte, die ganze Regale bei uns zu Hause füllen; und lange sportliche Wanderungen mit Sabine und Aron durch die wunderbare Natur rund um Magdeburg – die Auenlandschaft von Elbe und Ehle sowie die ostelbischen Wälder. Freude machen mir auch gutes Essen und guter Wein in Gesellschaft von guten Freunden. Und zweimal im Jahr ein schöner Kurzurlaub zumeist in hügeligen Weingegenden, wo man Natur und Kultur gleichermaßen genießen kann: am Schwarzwaldrand oder in der Südsteiermark. Mehr brauchen wir nicht, um glücklich zu sein.

Meine Politik

 

„Du bist ein in der Wolle gefärbter Liberaler“, das sagte vor langer Zeit ein guter Freund von mir. Und er hat Recht. Schon in meiner Schulzeit galt ich als jemand, der an die Freiheit glaubt: Die Menschen sollen selbst entscheiden und ihr Leben gestalten – in eigener Verantwortung. Der Staat kann und soll ihnen helfen, durch den Rechtsstaat, öffentliche Sicherheit, Bildungsangebote und ein festes soziales Netz. Aber er darf den Menschen die Entscheidungen nicht abnehmen, sonst verlieren sie ihren Stolz und ihre Würde. Deshalb habe ich mich so gefreut, als die Berliner Mauer fiel und der Eiserne Vorhang zerrissen wurde. Es war das schönste Erlebnis meines bisherigen Lebens, ein großer Sieg der Freiheit. Mit Sorge sehe ich aber, wie das autokratische Denken und der Populismus wieder zunehmen. Die Freiheit ist wieder bedroht, stärker als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas. Das motiviert mich, für die Freiheit zu kämpfen.

Politik

Quereinsteiger – so nennt man Leute wie mich in der Politik. Um die Jahrtausendwende entschied ich mich, trotz meines schönen Berufs als Professor in die Politik zu gehen. Der Grund: Ich war der Überzeugung, in Sachsen-Anhalt und auch in Magdeburg müsste sich noch mehr bewegen, damit das Land und seine Hauptstadt wieder florieren und wachsen – nach der schweren industriellen Krise der neunziger Jahre. Ich kandidierte für die Freien Demokraten 2002 als Oberbürgermeister und erreichte 16,8 Prozent, in der darauffolgenden Landtagswahl in meinem Wahlkreis 20,9 Prozent Erststimmen. Ich zog in den Landtag ein und wurde in der CDU/FDP-Koalition Finanzminister – vier Jahre lang. Die Politik ließ mich anschließend nie mehr los, auch wenn ich 2008 an die Universität zurückkehrte, u. a. um einige Bücher zu schreiben: über die deutsche Einheit, Wirtschaftswachstum und den Wandel des Arbeitsmarkts in Deutschland. Erst 2013 kam ich mit einem ehrenamtlichen Bein in die Politik zurück – als neu gewähltes Mitglied des FDP-Bundesvorstands. Es war der Zeitpunkt, als Christian Lindner Bundesvorsitzender der Partei wurde und große Reformen einleitete. Das fand ich gut, ich wollte wieder mitmachen.

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